Am Anfang....

steht die Wahl des Images bzw. der gewünschten Linuxdistribution.
Meine Wahl ist auf Raspbian gefallen. Das passende Image gibt es auf der Website von raspberrypi.org in einer großen und einer kleinen Variante. Beide basieren auf Debian Jessie, verwendet aber z.B. bereits den Kernel 4.9. Während die große Variante auch einen grafischen Desktop (PIXEL) enthält wurde bei der Lite-Variante darauf verzichtet. Für meine Zwecke reicht die bedeutend kleinere Lite-Variante. Diese hat derzeit den Stand 21.06.2017.
Also das Image heruntergeladen und auf die SD gespielt:

sudo dd bs=4M if=~/Downloads/2017-06-21-raspbian-jessie-lite.img of=/dev/sdX

Dabei immer schön schauen, unter welcher Laufwerksbezeichnung (dev/sdX) die SD_Card im System verfügbar ist.

Nach ein paar Minuten ist die Karte fertig und kann im Raspberry Platz nehmen. Noch den Strom anschließen und fertig, das System bootet.
 

Willkommen

Beim ersten Start passt Raspbian die zweite Partition automatisch der verfügbaren Größe der SD-Karte an. Danach erfolgt ein Neustart und dann erwartet und der Eingabeprompt.
Der Standarduser ist pi/raspberry - da diese Daten allen bekannt sind, sollte man sie schnellstmöglichst ändern.
Wenn man den Raspberry mit Monitor und Tastatur betreibt kann man direkt loslegen. Will man das System aber Headless betreiben, so konnte man früher direkt per SSH loslegen. Dies wurde aus Sicherheitsgründen deaktiviert. Um direkt nach dem Start mit SSH loslegen zu können muss in der Boot-Partition der SD-Karte eine leere Datei "ssh" angelegt werden. Danach kann gebootet werden.

Gleich nach dem Start bekommt man eine Warnung:
SSH is enabled and the default password for the 'pi' user has not been changed.
This is a security risk - please login as the 'pi' user and type 'passwd' to set a new password.

Das sollte man auch dringend tun, insbesondere wenn das System irgendwie übers Netzwerk für Dritte erreichbar ist.

Danch wird das System eingerichtet. Dazu dient raspi-config, welches mit sudo gestartet wird. Das Tool wird manchmal überarbeitet und die Gliederung der Menüpunkte ändert sich.
Derzeit sieht es so aus

Man sollte deshalb zuerst unter Advanced Options / Update ein Update des Tools durchführen und danach die gewünschten Punkt wie Sprache, Zeitzone, Bootverhalten, Hostname, Passwort des Users usw. anpassen.
Um alle Änderungen umzusetzen erfolgt am Ende ein Neustart.

Danach sollte auch die restliche Software inkl. Firmware und Kernel auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Den derzeit installierten Kernel erfährt man z.B. mit
uname -a
Linux raspberrypi 4.9.28+ #998 Mon May 15 16:50:35 BST 2017 armv6l GNU/Linux

Die Aktualisierung erfolgt mit:
sudo apt update
sudo apt upgrade


Je nach Alter des Images und verwendeter Datenverbindung kann das wieder ein paar Minuten dauern.
Anschließend muss man das System neu booten:
sudo reboot

Über den Erfolg das Updates kann man sich direkt informieren:
uname -a
Linux raspberrypi 4.9.28+ #998 Mon May 15 16:50:35 BST 2017 armv6l GNU/Linux

Nachdem das System nun auf dem aktuellen Stand ist, kann man ans Einrichten gehen.